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VIA FLAMINIA MILITARE
Ende der siebzieger Jahre begannen zwei passionierte Archäologen aus Castel dell’Alpi (Provinz Bologna), die alte Via Flaminia Militare zu suchen; diese auch in Quellen zur römischen Geschichte erwähnte Straße war in Erzählungen ihrer Vorfahren erwähnt worden.

Wie der Historiker Titus Livius berichtete, schickte der römische Senat sofort nach der Gründung Bononias im Jahr 189 v.Chr. die Legionen der beiden amtierenden Konsuln auf den tosko-emilianischen Apennin. Marcus Emilius Lepidus und Caius Flaminius wurden beauftragt, zwei bedeutende Straßen zu bauen: Die eine, von Rimini nach Piacenza, ist heute noch als Via Emilia bekannt; die andere, von Bologna nach Arezzo, war die Via Flaminia Militare.

Bereits ab der Zeit der römischen Kaiser wurde die Via Flaminia Militare allerdings langsam aufgegeben, bis sich ihre Spuren verloren. Erst Ende der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde mit der Suche und mit Ausgrabungen begonnen; diese erstreckten sich über zwei Jahrzehnte bis zum Ende der 90er Jahre und brachten die Reste der alten, mit Sandstein befestigten Römerstraße über die Höhen des Apennins wieder ans Licht.

Von der alten Via Flaminia Militare sind heute insgesamt 11 km sichtbar; die einzelnen Wegstücke mit römischem Pflaster sind jeweils mit Schildern gekennzeichnet und sind teilweise Bestandteil der Via degli Dei.

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