Als Sitz der ältesten Universität der Welt beherbergt Bologna auch heute noch zahlreiche Studierende, die das kulturelle und gesellschaftliche Leben der Stadt mit prägen. Der historische Stadtkern ist durch seine Türme und die langen Kolonnaden bekannt, aber auch in anderen Teilen gut erhalten: Kunst- und Baudenkmäler prägen dort das gesamte Stadtbild, die Struktur der Altstadt ist gut erkennbar. Immer wieder stößt man auf interessante Bauwerke wie mittelalterliche Türme, historische Palazzi, Kirchen und Reste der Stadtmauer mit ihren Toren. Lohnend ist auch der Besuch der städtischen Museen und Kunstgalerien, die die kunsthistorische und architektonische Bedeutung Bolognas dokumentieren.
Im Jahr 2000 war Bologna Kulturhauptstadt Europas und seit 2006 ist es UNESCO-Musikstadt.
Aber Bologna ist auch eine Wasserstadt: der Untergrund unter den Kolonnaden der Altstadt ist durchzogen von einem dichten Netz aus Schleusen und Kanälen, auf die Besucher nur an wenigen Stellen einen Blick werfen können.
Zu Kunst und Kultur gehört in Bologna auch das gute Essen: die kulinarische Tradition der Stadt – wie auch die Küche der gesamten Region Emilia-Romagna – ist für ihre Vielfalt und Reichhaltigkeit berühmt. Im Mittelpunkt stehen dabei Fleischgerichte (insbesondere mit Schweinefleisch) und Pasta-Spezialitäten. Aus Bologna stammen die berühmte Mortadella, Tortellini, Lasagne und natürlich die Bolognese-Sauce (in Italien “Ragù” genannt), die hier vor allem mit frischen Eier-Bandnudeln (Tagliatelle) gegessen wird.
Kochkunst und Universität gaben der Stadt Bologna ihre Spitznamen: “Bologna la grassa” und “Bologna la dotta” – das fette und das gelehrte Bologna!
Bologna liegt nur 25 km entfernt und das Stadtzentrum ist in einer halben Stunde über die Straße im Savena-Tal (Fondovalle Savena) vom Lodole Country House aus leicht zu erreichen.
EIN HALBER TAG IN BOLOGNA - STADTRUNDGANG
PIAZZA MAGGIORE
Die Piazza ist
das Herzstück der Altstadt, dort stehen die wichtigsten öffentlichen Gebäude: Die Basilika San
Petronio, drei große Palazzi direkt an der Piazza: Palazzo d’Accursio, Palazzo
del Podestà, Palazzo Re Enzo, der Neptunbrunnen, die Bibliothek im ehemaligen
Börsengebäude “Sala Borsa”, der Palazzo dei Notai und der Palazzo de’ Banchi
ganz in der Nähe.
BASILIKA SAN PETRONIO
In der größten
Kirche von Bologna werden die Reliquien des Heiligen Petronius, Schutzpatron
der Stadt, aufbewahrt. Die Basilika wurde im 14. Jh. erbaut; sie ist die
sechstgrößte Kirche Europas und in ihr mischen sich die Baustile der Gotik, des
Mittelalters und der Renaissance. Die unvollendete Fassade und der majestätische
Innenraum machen sie zu einer beeindruckenden Sehenswürdigkeit. Interessant ist die
im Fußboden eingelassene größte Sonnenuhr der Welt, die im 17. Jahrhundert von
dem Astronom Giovanni Domenico Cassini entworfen wurde.
Öffnungszeiten Winter
7.15-13.00/14.00-18.00 Uhr
Öffnungszeiten
Sommer 7.15-13.30/14.30-18.00 Uhr
PALAZZO D’ACCURSIO
Das Rathaus von
Bologna ist ein historischer Palast aus dem 13. Jahrhundert. Im Innern können
einige Säle besichtigt werden, z. B. das Trauzimmer Sala Rossa, der Ratssaal,
die für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzten Säle Sala Farnese und
Cappella Palatina. Im Palazzo d’Accursio sind auch städtische Kunstsammlungen ausgestellt, das
Museo Morandi enthält beispielsweise die Werke des gleichnamigen aus Bologna
stammenden Malers.
PALAZZO DEL PODESTA’
Vor der Basilika
San Petronio steht dieser Palast aus dem 13. Jahrhundert, in dem früher der
Stadtverwalter ("Podestà") von Bologna seinen Amtssitz hatte. Für Besucher ist er
nur anlässlich von Ausstellungen geöffnet. Berühmt ist dieser Palazzo wegen des Turms
“Torre dell’Arengo” und des darunter liegenden Gewölbes („Voltone del
Podestà“). Unter seinen Arkaden bieten die traditionsreichen Cafés der Stadt
Touristen Gelegenheit zu einer Erfrischungspause an einem Tisch im Freien,
direkt an der Piazza Maggiore.
PALAZZO RE ENZO
Direkt hinter dem
Palazzo del Podestà wurde im 13. Jahrhundert der Palazzo Re Enzo
(“König-Heinz-Palast”) gebaut, wo im Mittelalter das städtische Gefängnis
untergebracht war. Für Besucher ist er nur anlässlich von Ausstellungen und Veranstaltungen
geöffnet. Der Eingang liegt am Neptunsplatz (“Piazza Nettuno”), in dessen Mitte sich
der berühmte Neptunbrunnen erhebt.
NEPTUNBRUNNEN
Der Neptunbrunnen
wurde im 16. Jahrhundert erbaut, anlässlich der Papstwahl von Pius IV. Die
Monumentalskulptur des Meeresgottes Neptun in Bronze ist ein Werk des Künstlers Giambologna und wird von den
Bolognesern oft auch einfach "der Riese" genannt; zusammen mit den
zwei Türmen ist der Brunnen wohl eins der repräsentativsten Wahrzeichen der
Stadt.
SALA BORSA
Gegenüber des
Neptunbrunnens befindet sich die “Sala Borsa” genannte überdachte Piazza, die
Teil des Palazzo d’Accursio ist. Im 19. Jahrhundert wurde hier der Handelsplatz der
Stadt eingerichtet; die Jugenstilarchitektur der alten Börse hat bis heute
ihren Charme und ihre Eleganz bewahrt. Durch den Glasfußboden kann man in der
Sala Borsa die Ausgrabungen der darunterliegenden Stadt Bononia aus der
Römerzeit betrachten. Heute befindet sich hier eine große öffentliche
Multimedia-Bibliothek; der Ort ist ein Treffpunkt, an dem auch häufig
öffentliche Veranstaltungen organisiert werden.
Öffnungszeiten Dienstag bis Freitag 10.00-20.00 Uhr, Samstag 10.00-19.00 Uhr, Montags und an Sonn- und Feiertagen geschlossen.
PALAZZO DEI NOTAI
Dieses
historische Gebäude wurde zwischen dem 13. und dem 14. Jahrhundert als Sitz des
Notariatskollegiums errichtet. Von der Piazza Maggiore aus gesehen befindet sich
das Gebäude rechts neben der Basilika San Petronio. Die schönen mit Fresken dekorierten Säle
sind für Besucher geöffnet.
Öffnungszeiten: Montag, Mittwoch und Freitag: 9-14 Uhr, Dienstag und Donnerstag 15-18 Uhr.
PALAZZO DE’ BANCHI
Links von der
Basilika San Petronio schaut man von der Piazza Maggiore aus auf den Palazzo
de‘ Banchi. Dieses historische Gebäude wurde zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert
erbaut und verdankt seinen Namen den Ständen ("banchi") und Läden, wo
in jener Zeit die Geldwechsler tätig waren. Der Palazzo ist nur von außen zu
besichtigen; berühmt sind seine Arkaden ("Portico del Pavaglione"),
die ihn mit Palazzo dell’Archiginnasio verbinden, dem ersten Sitz der
Universität in Bologna. Die Pavaglione-Arkaden könnte man auch als den
Salon der Stadt bezeichnen: Geschäfte und Boutiquen laden zum edlen Shopping
ein, Museen und Cafés bieten Kultur und Entspannung in einem Bereich der
Altstadt, wo die"gute Gesellschaft" Bolognas verkehrt.
PALAZZO DELL’ARCHIGINNASIO
Erbaut wurde
dieser Palazzo im 16. Jahrhundert als Sitz der ältesten Universität Europas. Heute befindet sich
dort die städtische Bibliothek “Archiginnasio” mit ihrem umfangreichen
Bücherbestand.
Die alten
Universitätssäle sind auch heute noch für Besucher geöffnet. Zu erwähnen ist
beispielsweise der Anatomiesaal “Teatro Anatomico”, in dem die
Anatomievorlesungen stattfanden und der Stabat-Mater-Saal, in dem oft
kulturelle Veranstaltungen stattfinden.
Öffnungszeiten:
Bibliothek Archiginnasio: Montag bis Freitag 8.30-13.45 Uhr, Samstag 8.30-12.45 Uhr
Anatomiesaal: Montag bis Samstag 9-13 Uhr
STÄDTISCHES ARCHÄOLOGIEMUSEUM
Das Museum
befindet sich im Palazzo Galvani, nur wenige Schritte von der Piazza Maggiore
entfernt neben dem Palazzo dell’Archiginnasio; der Eingang liegt unter den
Pavaglione-Arkaden. 5 verschiedene Sammlungen sind dort für Besucher
ausgestellt: die etruskische, die römische, die griechische und die ägyptische Sammlung
sowie eine Münzsammlung.
Öffnungszeiten:
Von Dienstag bis Freitag 9-15 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertage 10-18.30 Uhr
Montags (außer feiertags) sowie an Weihnachten, Neujahr und am 1. Mai geschlossen.
Eintrittspreise: Voller Preis € 4 – Ermäßigt € 2
BASILIKA SANTO STEFANO
Die Stefanskirche
ist auch als die “Sieben Kirche” bekannt: es ist ein Komplex aus
Sakralgebäuden, die aufgrund der vielen Hinweise auf die Passion Christi das
“Jerusalem” Bolognas darstellen. Heute sind nur vier der sieben Kirchen des
ursprünglichen Plans erhalten; der Bau entstand in der Zeit vom 5. bis zum 12.
Jahrhundert und weist sowohl byzantinische als auch romanischen Stilelemente
auf. Das
seit tausend Jahren von Mönchen geführte Benediktiner-Kloster ergänzt den
Kirchenkomplex mit seinem Kreuzgang. Der gleichnamige Platz vor der Basilika, Piazza
Santo Stefano, mit seinen charakterisch runden Pflastersteinen, ist ein
beliebter Treffpunkt, auch anlässlich großer Veranstaltungen.
Öffnungszeiten: täglich 7.00-12.30/15.30-19.00 Uhr
BASILICA DI SAN DOMENICO
Diese bedeutende
Kirche aus dem 13. Jahrhundert birgt die sterblichen Reste des Heiligen
Domenikus, Gründer des Dominikanerordens, der auch heute noch die Basilika und
das dortige Kloster verwaltet. In der Basilika werden Kunstwerke von
unschätzbarem Wert aufbewahrt, darunter auch Werke von Michelangelo.
Öffnungszeiten: täglich 7.00-13,00/15.30-19,30 Uhr
DIE ZWEI TÜRME – LE DUE TORRI
Die beiden Türme
aus dem Mittelalter ragen als Wahrzeichen Bolognas im Herzen der Altstadt
empor. Einer der beiden Türme, der Torre degli Asinelli,
kann zu Fuß bestiegen werden (498 Treppenstufen im Turm) und bietet einen
Ausblick über die ganze Stadt.
Öffnungszeiten: Sommer 9-18 Uhr, Winter 9-17 Uhr

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